ein kurzer Bericht von Miri

Hallo,

 

nun wird es langsam mal Zeit, dass ich mich wieder zu Wort melde… Ja, der Grund wie ihr alle lesen konntet, warum ich mich schon seit Längerem nicht mehr gemeldet habe, ist das Silvanus in der letzten Woche hier in Finnland war. Ja es war schön mal wieder etwas gemeinsam unternehmen zu können und wir haben die Zeit genossen. Der Donnerstag, an dem er angekommen ist, war auch gleichzeitig der Tag unserer Präsentation und unseres Abschlussdinners hier. Am Freitag haben wir zum letzten Mal etwas mit unserem MC-Kurs gemacht – eine Kanutour an der auch Silvanus mit teilgenommen hat. So sind wir den ganzen Tag durch die Wälder, Seen und Flüsse von Finnland gepaddelt. Ich glaube so etwa 22 km weit. Den Abschluss des Tages bildete ein Saunaabend in einer Blockhütte. Am Samstagmorgen haben wir uns dann von unseren Mitstudenten verabschiedet, die leider schon alle nach Hause gefahren/geflogen sind. Wir vier Zurückgebliebenen haben dann einen Ausflug nach Tampere gemacht. Die Stadt ist eine der schönsten, die wir bisher gesehen haben. Das Wetter war super und so hatten wir einen gelungenen Tag. Am Sonntag haben wir einen kleinen Trip zu unserem See gemacht und am Montag war auch schon mein erster Praktikumstag. Ich wusste nicht was auf mich zukommt und bin mir denk ich immer noch nicht ganz sicher. Die Arbeit mit den behinderten Menschen ist schwierig, da ich die Sprache nicht kenne, aber auch interessant, da man so viel genauer auf die Persönlichkeiten und die Körpersprache der Leute achtet. Die Finnen sind leider sehr schüchtern, was das Arbeiten nicht immer leicht macht und auch in Sachen Geduld werd ich ganz schön auf die Probe gestellt. Die arbeit läuft halt doch einiges langsamer ab und das bin ich nicht gewöhnt. Alles im allem macht mir die Arbeit Spaß und ich kann meine Kreativität in der „Werkstatt“ ausleben. Am Donnerstag hab ich mir den Tag frei genommen und bin mit Vigdis und Silvanus nach Savonlinna gefahren. Savonlinna hat eine Burg, auf der wir sogar eine Führung auf Deutsch bekommen haben. Die Rückfahrt gestaltete sich schwierig, da wir mit einem Bus um 18 Uhr gerechnet hatten, der aber nicht kam. So standen wir in Savonlinna und wussten nicht wie wir zurückkommen sollten. Ja, wir waren etwas nervös, da Silvanus den Zug am nächsten Morgen 6:38 Uhr nach Helsinki nehmen musste (damit er seinen Flug nach Deutschland bekommt) und der Busfahrer uns erklärt hatte, der nächste Bus würde um 6:50 nach Pieksämäki fahren. Außerdem hatte sich Vigdis ihr Überraschungsbesuch für Donnerstagabend angekündigt. Glücklicherweise haben wir einen netten Busfahrer gefunden, der uns eine Route über Mikkeli nach Pieksämäki rausgesucht hat. Ansonsten hätten wir wohl ein Taxi nehmen müssen ;o). Ja, am Freitagmorgen hieß es dann zeitig aufstehen und Abschied nehmen. Außerdem wartete ein langer Arbeitstag auf mich und Vigdis ihre Freunde waren auch noch zu Besuch. Was wir am Wochenende unternommen haben, wird sie euch sicher berichtet haben. Wir hatten viel Abwechslung wie ihr lesen könnt. Am Montag sind Vigdis und ich dann auf ein Camp mit ein den Studenten der DIAK und den Bewohnern ihrer Arbeitsstelle gefahren. Auch das war ziemlich abwechslungsreich. Interessanterweise haben wir mehr mit den Bewohnern als mit den Studenten gesprochen. Die sind nämlich so schüchtern, dass wir oftmals keine Antworten auf unsere Fragen bekommen haben. Die Bewohner allerdings geben sich sehr viel Mühe sich mit uns zu verständigen und freuen sich über jeden Fortschritt den wir machen. Am Dienstagabend sind wir dann erschöpft in unsere Betten gefallen und ich hab mich gefreut endlich mal wieder einen Moment nichts tun zu müssen. Heute Morgen ging es dann wieder zur Arbeit und ich habe mit den behinderten Menschen den Garten auf Fordermann gebracht und eine Art Schneebesen aus Holz gebastelt. Nun bin ich gespannt wie die nächsten Wochen verlaufen werden…

 

Liebe Grüße…

 

Eure Miri

 

21.5.08 18:08

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(28.5.08 15:14)
klingt wirklich sehr interessant und erinnert mich gérade ein bisschen an meine patienten- die sprechen deutsch und wissen trotzdem so oft nicht, was ich von ihnen will.
ich wünsch dir weiterhin viel spaß!
liebe grüße an euch!
die anni

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